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Der Rotschopfkranich (Dandinghe in Chinesisch) oder Grus japonensis wird auch als Japanischer und als Mandschurischer Kranich bezeichnet. Er gehört zur Familie der Gruidae und zählt in China zu den geschütztesten Vögeln. Der stattliche Vogel mit langen Beinen und langem Hals besitzt ein schneeweißes Federkleid mit schwarzen Nebenfedern, einen schwarzen Hals mit einem kontrastierenden weißen Nacken und einen roten Schopf. Er wird etwa 1,5 m hoch und wiegt 7 bis 10 kg, die Spannweite beläuft sich auf 2,5 m. In Gefangenschaft wird er bis zu 70 Jahre alt. Von den etwa 2000 Rotschopfkranichen auf der Welt lebt rund die Hälfte in China. Andere Verbreitungsgebiete sind Korea und Japan.
Der Rotschopfkranich bewohnt schilfbedeckte Sumpfgebiete, er ernährt sich von Fischen, Würmern, Insekten, kleinen Nagern, Fröschen und von Korn. Der Kranich brütet im Frühjahr in den Sumpfgebieten am Mittel- und Unterlauf des Nenjiang-Flußes im besten Schutzgebiet Chinas für den Rotschopfkranich, dem Zhalong-Reservat. Im Winter begibt er sich in Sumpfgebiete, Feuchtigkeitsbiotope und an Seeufer am Yangzi-Fluß und am Dongting-See, am Poyang See und auf den Inseln Yancheng und Chongming.
Hat sich ein Kranichpärchen gefunden, hält die Ehe gewöhnlich ein Leben lang, wenn ein Tier stirbt, wendet sich das Hinterbliebene allerdings einem neuen Lebenspartner zu.
Kraniche brüten im Frühjahr, ihr Nest bauen sie gewöhnlich im April oder Mai. Geschlechtsreif werden männliche und weibliche Rotschopfkraniche im Alter von 3 bis 4 Jahren. Am Bau des großen Bodennestes aus Schilf und Gräsern in einem Sumpfgebiet beteiligen sich beide Partner. Manchmal ist das Nest ganz von Wasser eingeschloßen. Die Eiablage erfolgt in den frühen Morgenstunden. Im Abstand von 2 bis 4 Tagen werden zwei hellbraune Eier gelegt. Beide Vögel sind dann 29 bis 33 Tage mit Brüten beschäftigt. Die neu geschlüpften Kücken sind in hellbraunes Daunengefieder gehüllt und können ihre Eltern fast sofort begleiten. Die besten Brustätten sind das Zhalong-Reservat in der Provinz Heilongjiang und das Xianghai-Reservat in Jilin.
Rotschopfkraniche sind berühmt für ihre spektakulären Hochzeitstänze. Bei diesen grazioesen Vorstellungen tanzen sie gewöhnlich paarweise, sie umkreisen einander, springen empor und rufen, nicken sich zu und verbeugen sich mit gespreiztem Gefieder. Gräser, Stöcke und Federn werden immer wieder in die Luft gewirbelt. Diese Tänze kann man das ganze Jahr
über beobachten, denn die Vögel bestätigen regelmäßig ihre eheliche Verbundenheit.
Kraniche sind für die Menschen in China, Japan und in anderen asiatischen Ländern ein bedeutendes Symbol. Sie repräsentieren langes Leben, Frieden, Glück und
Treue. Auf der Welt leben 15 Kranicharten, 8 davon allein in China, wo man stolz ist auf diese Tiere. Sie sind Gegenstand chinesischer Musik, chinesischer Dichtung und chinesischen Tanzes und sie erscheinen immer wieder auf Drucken, in Gemälden, in Stickereien und als Holzskulpturen.
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